Sportzentren und Fußballplätze


Die Sportangebote in Sportschulen und Sportzentren bei Alem-Brasil wurden ins Leben gerufen, um Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Sie haben einen präventiven Charakter. Leider bestehen in den brasilianischen Großstädten wie Sa͂o Paulo keine ausreichenden Freizeitangebote. Die Kinder verleben den Tag nach der Schule (Schulpflicht besteht in Brasilien) auf der Straße und sind allen negativen Einflüssen hilflos ausgesetzt. Durch die Regeln im Sport vermitteln wir ihnen u.a. Disziplin, Respekt, Pünktlichkeit und Verantwortung. Gepaart mit der Vermittlung christlicher Werte bildet es im Umgang miteinander, den Trainern und Lehrern gegenüber eine unerlässliche Grundlage für die Charakterbildung der heranwachsenden Jugend. Das geschieht in einem Fußballverein im Stadtteil Alzira Franco in Santo André und dem Amateurfußballverein Flamengo F.C. Der Kontakt besteht seit Februar 2006. Die Zusammenarbeit mit dem lokalen Sportverein zählt heute zu den am besten strukturierten und gut funktionierenden Programmen von Alem-Brasil.

 

Die Jugendabteilung des in der regionalen Amateur-Fußballliga spielenden Vereins wurde durch uns neu aufgestellt und über die Jahre ausgebaut. Z.Z. nehmen zw. 100 und 120 Kinder und Jugendliche regelmäßig wöchentlich am Training teil. Neben der ganzheitlichen Betreuung der Jugendlichen konnten sehr gute Erfolge auf sportlicher Ebene durch drei Meister- und einen Vizemeistertitel in 2017 in der F-C Jugend erzielt werden. Über die Jahre sind rund 2.000 bis 2.500 Kinder in der von uns unterstützten Fußballschule betreut worden.

 

Die Akzeptanz unserer Arbeit in der Nachbarschaft ist sehr gut. Das Engagement der Alem-Brasil-Mitarbeiter hat viel Vertrauen in die Arbeit entstehen lassen und so sind auch regelmäßige Besuche in den Häusern und das Verteilen von Lebensmittelpaketen in diesem Stadtteil fester Bestandteil unserer Arbeit geworden. Alzira Franco ist ein gelungenes Beispiel, wie stark die sozialmissionarische Arbeit  benötigt wird. Es wird immer wieder deutlich, welche Auswirkungen die über 10 Jahre getane Arbeit von Alem-Brasil auf nachfolgende Generationen hat.

 

Kinder, die in der Fußballschule trainiert haben, sind heute selbst Familienväter, haben studiert oder eine Ausbildung durchlaufen. Sie übernehmen Verantwortung in der eigenen Familie und leben ein friedliches und geordnetes Leben. Gelungene Prävention vor Drogenkonsum und Kriminalität durch Sport; ergänzt durch das Vermitteln von Regeln des alltäglichen Zusammenlebens in Gesprächen und geistlichen Inputs bildet es ein nachhaltiges Konzept zum Wohl der gefährdeten Jugend. So kam es, dass im April 2017 die Aktivitäten im selben Stadtteil auf eine Sporthalle ausgeweitet werden konnten.


Ehemals ein Ort, an dem Drogen verkauft wurden, wird dort heute Fußball gespielt, Kultur gelebt und Wissen vermittelt. Neben Sport hat Alem-Brasil die Gesamtverantwortung für kulturelle, sportliche und weiterbildenden Angebote übernommen. Es handelt sich dabei um ein in den ärmeren Wohnvierteln gängiges Programm der Kommunalpolitik. Diese Art von Sporthallen werden aus Staatsmitteln finanziert und sollen mit ihren Angeboten der Bevölkerung zu Gute kommen. Wer immer die Verantwortung übernimmt, verpflichtet sich, über einen vertraglich festgelegten Zeitraum für die Bevölkerung relevante Angebote anzubieten. Der Verein oder Träger zahlt keine Miete für die Halle, darf aber auch keinen Profit aus den Aktivitäten erwirtschaften. Die Einrichtung sollte sich selbst tragen. Seit Mitte 2017 ist die Sporthalle mit neuem Konzept renoviert, teils auch umgebaut, wieder der Öffentlichkeit zugänglich und erfreut sich wachsender Beliebtheit. Weitere Räume sind geplant.

Neben drei bereits bestehenden Räumen sollen ein Lager für Lebensmittel und eine Großküche eingerichtet werden, um so in Zukunft warme Mahlzeiten für Obdachlose der Region anbieten zu können. Die dazu notwendigen Lebensmittel werden von zwei Firmen der Nahrungsmittelbranche gespendet – inklusive werden Köche für Kochkurse gestellt. In den Sozialräumen des Sportzentrums findet mittlerweile ein Tanzkurs, ein monatlicher Gebrauchtkleiderbazar, wie auch ein Computerkurs statt. Ein weiteres Sportzentrum unterhält Alem-Brasil in Itaguaí, Rio de Janeiro mit über 200 Kindern und Jugendlichen. Es befindet sich im Aufbau.

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