Mit Sport auf einen besseren Weg

Mit Fußballschulen (FBS) und weiteren Sportangeboten werden Kinder und Jugendliche bei Alem-Brasil präventiv von Prostitution, Kriminalität, Drogen und extremen Fernsehkonsum abgehalten. Hinzu kommen das Vermitteln von christlichen Werten und Sozialverhalten. Integriert ist die geistliche Betreuung durch regelmäßige Andachten über Bibelverse und Gespräche über alltägliche Sorgen und Probleme. Z.Z. unterhält und unterstützt AB 7 Fußballschulen und Sportprogramme in drei Städten.

Computerkurse, Kindertreffs, Betreuung und Unterstützung von Familien durch regelmäßige Lebensmittelpakete und Besuche, Kursangebote aller Art, wie z.B. im Bereich von Nahrungsmittelverwertung, Gesundheit und Informatik sind Teil der Angebote unserer NGO. Hinzu kommen Rehamaßnahmen für alkohol- und drogenabhängige Männer und die Betreuung von jugendlichen JVA-Insassen (14-17 jährige). Desweiteren gibt es ein Programm für Obdach- und Heimatlose und Gemeindegründungsinitiativen. Es werden z.Z. in den von ALEM-BRASIL gegründeten und/oder unterstützten Programmen ca. 700 Kinder wöchentlich betreut. Hinzu kommen deren Familien und die Erwachsenen, die an Kursen, Therapien und spezial Events teilnehmen.

Die Sportangebote wurden ins Leben gerufen, um Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung anzubieten. Leider bestehen in den brasilianischen Großstädten wie z.B. Sa͂o Paulo keine ausreichenden Freizeitangebote. Die Kinder verleben den Tag nach der Schule (Schulpflicht besteht in Brasilien) meist auf der Straße und sind allen negativen Einflüssen hilflos ausgesetzt. Durch Sport wird ihnen Disziplin, Respekt und Verantwortungbewusstsein im Umgang miteinander und Erwachsenen gegenüber vermittelt. Darüber hinaus ermöglicht er eine sinnvolle und gewinnbringende Freizeitbeschäftigung.

Ein sehr gelungenes Beispiel dafür ist die Zusammenarbeit mit einem Amateur-Fußballverein im Stadtteil Alzira Franco, St. André, Sao Paulo. Der Kontakt zum Fußballverein Flamengo F.C. besteht seit 2006 und zählt heute zu den am besten strukturierten und gut funktionierenden Programmen von Alem-Brasil. Der Vereinsvorstand kam 2006 auf AB zu und bat darum, die Jugendabteilung wieder neu mit Leben zu füllen. So wurde der Jugendbereich durch die Mitarbeiter von AB neu aufgestellt und über die Jahre ausgebaut. Die Anzahl der teilnehmenden Kinder wuchs von Jahr zu Jahr, sodass z. Z. 100-120 Kinder und Teens am regelmäßigen Training wöchentlich teilnehmen. Nach  Abschluß des Trainings gehören Andachten über Bibelverse und Gespräche über christliche Werte genauso selbstverständlich dazu, wie die Warnung vor Drogenkonsum und das Reinrutschen in die Krimminalität. Neben dieser eher psychologischen Betreuung konnten 2017 auch gute bis sehr gute sportliche Erfolge durch drei Meistertitel und einem Vizemeistertitel in der F-C Jugend erzielt werden. Über die Jahre wurden ca. 2.500 Kinder und Teens in dieser FBS betreut. Im gleichen Stadtteil wurde im Frühjahr 2017 das Sportzentrum ARPEA wiedereröffnet, das ehemals als Hauptumschlagplatz im Stadtteil für Drogen diente. 110 Kinder nehmen dort mittlerweile am regelmäßigen Fußballtraining teil. In weiteren Räumen der Anlage haben sich mittlerweile auch ein Altkleiderbazar, eine Tanzgruppe, ein Karatetraining und weitere Aktivitäten etabliert.

Die Akzeptanz der Arbeit von Alem-Brasil in der Nachbarschaft ist mittlerweile sehr gut. Diese Wertschätzung hat sich über die Jahre entwickelt und ist dem anfänglichn Misstrauen gewichen. Selbst mancher Drogendealer respektiert die Arbeit. Das unermütliche Engagement der Mitarbeiter hat viel Vertrauen in die Arbeit entstehen lassen. So sind auch regelmäßige Besuche in den Häusern und das Verteilen von Lebensmittelpaketen möglich. Alzira Franco ist ein mutmachendes Beispiel, wie stark die sozial-missionarische Arbeit von ALEM-BRASIL benötigt und in diesem Stadtteil fester Bestandteil des alltäglichen Lebens der Bewohner geworden ist. Es wird auch immer wieder deutlich, welche Auswirkungen die über 10 Jahre anhaltende Arbeit auf Kinder und Teens und die nachfolgende Generation hat, wenn `Ehemalige`, die die FBS erfolgreich durchlaufen haben, einfach mal vorbeischauen. Sie sind heute selbst Familienväter, haben studiert oder eine Ausbildung abgeschlossen und übernehmen Verantwortung in der eigenen Familie und Gesellschaft. Sie führen ein friedliches und geordnetes Leben und geben Werte nun an ihre Kinder weiter. Gelungene Prävention vor Drogenkonsum und Krimminalität durch eine Fußballschule und das Eröffnen neuer Lebensperspektiven durch geistig und geistlich herausfordernde Gespräche.

 

Alle Fußballschulen und Sportprogramme von Alem-Brasil:

Sportzentrum „Craque do futuro“, Itaguaí, Rio de Janeiro

Hallenfußball für Mädchen, Casa Grande, Diadema

FBS Flamenguinho F.C., St. André

Sportzentrum ARPEA, St. André

E.E. Vila Socialista, Diadema

Vila Pombal, Diadema

JVA, St. André

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