Kinderpatenschaften

Patenschaften bei ALEM-BRASIL

Kinder- , Familien-, Lehrer- und Projektpatenschaften

Sind Sie der Mensch, der nicht immer nur an sich denken kann? Der immer den Eindruck hat, dass er etwas verändern muss und sich nicht mit dem Status Quo abgibt? Dann sind Sie bei uns genau an der richtigen Adresse! “ Willkommen bei ALEM-BRASIL!

Sie können nicht die ganze Welt verändern, doch aber die kleine Welt eines Kinders …”mitfühlen, mitdenken, mitmachen … schon durch eine Patenschaft für nur 1,- Euro! pro Tag können Sie ein Freund eines Kindes oder Familie in São Paulo werden und hautnah miterleben, wie sich die Welt “Ihres” Kindes zum Besseren verändert!!”

Wie? – ganz einfach – durch eine Patenschaft zu einem Kind oder einer ganzen Familie!

Kontext: Kinder der Strasse in Brasilien müssen in einem schweren Umfeld und unter sehr harten Bedingungen aufwachsen.Viele müssen ohne die Orientierung des Vaters aufwachsen, besuchen Unterricht mit unzureichend ausgebildeten Lehrern und sind oft orientierungslos den Drogendealern ihres Stadtteils ausgeliefert.

Der Stadteil Alzira Franco, in dem wir das Patenschaftsprogramm aufbauen, liegt in St. André, einer Stadt im Speckgürtel von São Paulo. Er besteht aus vielen kleineren Wohnvierteln, Comunidades genannt. In einer dieser Comunidades sind wir seit Februar 2006 aktiv. Die meisten der Kinder und Jugendlichen, die im Sozialprojekt ALEM-BRASIL dort eingeschrieben sind, wohnen in der unmittelbaren Umgebung, was ihre Betreuung wie auch die der Familien wesentlich erleichtert. In diesem Stadtteil wohnen ca. 30.000 Menschen, die der sozial ärmeren Schicht angehören.

Zukünftig werden Patenschaft für alle Arbeiten von AB möglich sein, heißt auch der Projekte in anderen Stadtteilen São Paulos.

1. Patenschaften

1.1 Für einzelne Kinder und ganze Familien: Immer wieder stellen wir fest, wie wichtig neben der Patenschaft für einzelne Kinder auch die Begleitung der Familien der Kinder ist. Einzelne Kinder sind immer auch Teil einer Familie, die aber fast immer aus mehr als nur einem Kind bestehen. Nicht selten sind es vier bis acht Kinder. Die Unterstützung eines einzelnen Kindes hat immer auch Auswirkungen auf das ganze Familiengefüge, was heisst, dass die Geschwister indirekt auch von der Unterstützung des einzelnen Patenkindes profitieren. Deshalb auch Familienpatenschaften.

Als Zielgruppe für Familienpatenschaften denken wir an europäische Familien, die eine brasilianische Familie ´adoptieren´ und unterstützen wollen, eben als ganze Familie. Die brasilianischen Familien verpflichten sich, regelmässig Infos zu schicken und die Europäischen verpflichten sich mindestens für zwei Jahre zu einer monatlichen Patenschaft. Die in Frage kommenden Familien gelten als bedürftige Familien mit einem monatlichen Einkommen unterhalb des Mindestlohn (z.Z. 350,- R$ umgerechnet: 132,- Euro). Viele müssen mit weit weniger pro Monat auskommen. In Brasilien leben immer noch rund 44 Millionen Menschen unter der Armutsgrenze, sind unterernährt. Pro Tag verhungern 140 Kinder.

Die Finanzierung von Grundnahrungsmittel wie unten aufgeführter Kosten werden von den “Patengeldern” abgedeckt:

  • Schulbildung (Schulmaterial)

  • Kleidung

  • weiterführende Kurse

  • Medikamente und Arztbesuch

1.2 Komplette Patenschaften: Unter weiterführender oder kompletter Patenschaft verstehen wir, dass den Kindern, die sich bemühen, eine gute Schulbildung ermöglicht wird. Diese soll ihnen zukünftig gute Berufschancen eröffnen. Ihnen soll über die allgemeine Schulbildung hinaus ein entsprechender Fond für weiterführende Ausbildung bzw. Studium zur Verfügung stehen (Wenn Kinder früher abspringen, ist das Geld für andere Kinder oder Projekte sicher auf einem Konto). Es ist sehr wichtig, dass den Kindern eine komplette Zukunftsperspektive finanziert wird. Wichtig zu wissen ist auch, dass Kinder, die sich nicht anstrengen, aus diesem Programm rausgenommen werden.

1.3 Patenschaften für die Sportlehrer: Auch diese Unterstützung ist gezielt möglich. Z.Z. werden im Jardim Alzira Franco zwei Sportlehrer unterstützt. Beide haben Familie und leben von diesem Einkommen. Im Jd. Casa Grande, Diadema sind es zur Zeit ein Ehepaar und einige Teilzeitkräfte, die ihr Gehalt teils von einer Sportinitiative (DIADEMA XXI) aber auch teils von ALEM-BRASIL beziehen.

1.4 Patenschaften zu laufenden Kosten des Projekts: Ausgaben für Sportmaterial, regelmässig stattfindende Jugendfreizeiten, Weihnachstfeiern, Spielzeuge, Schulmaterial, Lehrräume sollen durch diese Patenschaft abgedeckt werden. Da können gerade kleine (wie auch grössere Beträge) und eben gerade auch die einmaligen Beträge enorm helfen.

2. Betreuung

2.1 Regelmässige Kontakte: Uns ist sehr wichtig, dass die Kinder und Familien aus São Paulo regelmäßig mit ihren Paten in Kontakt treten (Briefe schreiben, Fotos schicken). Das gleiche erwarten wir auch von den Paten. Wir denken dabei an monatl. oder vierteljährliche Briefe. Die Kommunikation (Brief, Email…) zwischen Pate und Patenkind/-Familie sollte mindestens alle zwei Monate erfolgen und wird über unser Büro abgewickelt, allein schon der Übersetzungen wegen.

2.2 Patenkinder und deren Familien: Die Kinder und Familien werden von Mitarbeitern regelmässig besucht. Die Mitarbeiter können so sehen, wozu die Gelder eingestzt werden und lassen sich gegfls. auch die Ausgaben nachweisen. Auch die Schulbesuche und Hausaufgabenbetreuung unterliegt einer regel-mässigen Supervision. In den Räumlichkeiten von AB erfolgt Nachhilfeunterricht und Hausaufgaben-betreuung der schulpflichtigen Kinder.

Für die älteren Kinder und Jugendliche ist ein Berufs- und Karriereberater geplant, der zusammen mit den Kindern herausfindet, welche beruflichen Chancen jedes Kind hat, worauf es ankommt und was man noch verbessern muss, um seinen Traumberuf zu bekommen.

Desweiteren sollen Firmenpraktika für Patenkinder organisiert werden, damit sie früh lernen, was Beruf bedeutet und damit die Firmenbosse vielleicht schon mal ihre zukünftigen Angestellten kennen lernen oder zumindest wissen: bei uns tut sich was, da sind die Kinder nicht ganz so doof, wie ihr Ruf.

Ein erster Schritt in dieser Richtung ist seit 2013 gegangen. Es finden wöchentlich drei Computer-Kurse statt, in denen sich Interessierte für unterschiedlich fortgeschrittene Kurse einschrieben können. Der mögliche Abschluß ist staatlich anerkannt.

2.3 Spendenkonto: Die Spendeneingänge erfolgen auf ein Sammelkonto in Deutschland (oder in einem anderen Land) und werden einmal pro Monat (wegen bisher imens hoher Überweisungsgebühren) nach Brasilien überwiesen. Die Höhe kann jeder Pate selber festlegen. Wir denken aber, wer wirklich helfen möchte, sollte nicht an weniger als 30,- Euro pro Monat denken, oder einfacher ausgedrückt mindestens an einen Euro pro Tag.

Die Zahlungen sollten monatlich erfolgen. Wann, Anfang oder Ende des Monats, bleibt jedem Paten selber überlassen, aber bitte regelmässig. Am sinnvollsten wäre eine Mindestverpflichtung von zwei Jahren, damit wir besser planen können und die unterstützten Familien sich auf die regelmässige Unterstützung einstellen können.

Im Namen der Kinder und deren Familien in São Paulo bedanken wir uns schon im Vorraus für die freundliche Unterstützung. Vielen Dank.