Brasilien „verzauberte” Wilnsdorf

Wilnsdorf. „Brasilianische Woche” im Siegerland – am Samstag absolvierten die Kicker des 1. KFC Sao Paulo ein Freundschaftsspiel im Wilnsdorfer Stadion „Höhwäldchen”. Die Gäste gewannen klar mit 6:1.

 

Dabei wirbelten die Brasilianer, vor allem in der Anfangsphase dieser Partie gegen den TuS Wilnsdorf/Wilgersdorf, die Abwehrreihen des heimi-schen Bezirksligisten mächtig durcheinander. Die frühe 3:0-Führung ging aufgrund der spielerischen Dominanz vollauf in Ordnung. Erst gegen Mitte der ersten Hälfte fanden die von Steffen Mack und Christoph Schmelzer trainierten TuS-Akteure besser in die Partie. Wenige Minuten vor der Halbzeit markierte Christian Simecka den an diesem Abend vor rund 250 Besuchern im Wieland-Stadion den einzigen Treffer für die Gastgeber zum zwischenzeitlichen 1:3. Die Fußballer des Diadema-Projekts Alem Brasil zeigten in der zweiten Hälfte, dass ihnen auch ein kräftiger Regenschauer kaum etwas ausmacht und legten noch drei „Buden” nach. Insgesamt drei Treffer für die Gäste erzielte der bestens aufgelegte Nenen.

Henning Heimannder „weiße Pelé”. Das letzte Tor zum 6:1 für die Brasilianer, die mit insgesamt 15 Personen, darunter zwei Capoeira-Tänzer, noch bis zum 31. Juli im Siegerland verweilen, war dem „weißen Pelé“ Henning Heimann vorbehalten. Bei dem in Wilnsdorf wohnenden Heimann sind die Südamerikaner während ihres Aufenthalts in unserer Region untergebracht und haben jederzeit viel Spaß miteinander. Den hatten aber auch die jugendlichen Teilnehmer der brasilianischen Fußballschule, die an drei Tagen ebenfalls im neu gestalteten Wieland-Stadion von den Ballzauberern angeboten wurde. Im Vorspiel des deutsch-brasilianischen Vergleichs standen sich übrigens die „Alten Herren” einer Siegerländer und einer Wittgensteiner Auswahl gegenüber. Klar überlegen siegten hier die Siegerländer mit 8:1 (4:0). Der 1. KFC Sao Paulo gastiert am morgigen Dienstag zunächst bei der SpVg Neunkirchen, besucht am Mittwoch die Krombacher Brauerei und tritt abends im Heimatort seines „Trainers“ Markus Lienhard, in Herdorf, zu einem Freundschaftsspiel gegen die SG Herdorf an. Pastor Markus Lienhard aus Herdorf fungierte als Dolmetscher – er lebte fast acht Jahre lang mit Familie in Sao Paulo. Weitere Stationen auf der Deutschland-Tour sind für die jungen Brasilianer dann Hehlrat, Aachen, Herne und Duisburg, bevor es am 16. August zurück gen Sao Paulo geht. thw

Vereinsphilosophie (1. KFC Sao Paulo & Alem Brasil)

1.0 KFC SAO PAULO/DIADEMA – FUSSBALLSCHULEN

1.1 1.KFC SAO PAULO/DIADEMA

Im Januar 2002 wurde der 1. KFC SAO PAULO / DIADEMA (1. Kirchlicher Fussball-Club…) zu gunsten einer Werbefahrt für ein in Diadema entstehendes Sozialprojekt, eine Kindertagesstätte für 150-200 Kinder, gegründet. Um diese Mannschaft, oder besser gesagt um den “harten Kern” der Mannschaft, soll in näherer Zukunft ein christlich organisierter Fussballverein entstehen. Die Mannschaft, die im Januar/Februar 2002 in Deutschland auf Werbetournee unterwegs war, wird in der vorhandenen Konstellation nicht weiterbestehen, da die Reise nach Deutschland eine einmalige Aktion war, die diesem bestimmten Zweck diente und für die die Spieler nur aus zwei Kirchen in Diadema und SP zusammengezogen wurden. Wir werden die Mannschaft verjüngen und aus der zusammengewürfelten Truppe soll ein organisierter Fussballverein werden.

1.2 Die Vision

Durch diesen Verein

* soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen ganz konkret in ihren alltäglichen sozialen, geistigen und geistlichen Bedürfnissen geholfen werden.
* soll Kindern andere Lebensperspektiven vermittelt werden, als es die Drogenhändler, Zuhälter und/oder teilweise die Medien tun.
* soll Kindern geholfen werden, einen anderen Weg einzuschlagen, als den, den sie auf der Strasse kennenlernen.
* wollen wir den Kindern moralische-ethische Grundwerte vermitteln und ihnen anhand der Bibel Grundwerte menschlichen Zusammenlebens vermitteln.
* wollen wir sie auf Gott hinweisen, der einen guten Plan für jedes einzelne Leben hat und ihnen Jesus Christus als den einzigen Weg zu Gott vorstellen.

1.3 Ziel des Vereins

ist es, in der nächsten Saison in der dritten Diadema-Liga (oder einer anderen SP-Liga) mitzuspielen, wobei vor und nach den Spielen Kontakte zu gegenerischen Mannschaften geknüpft werden sollen. Um dieses Vorhaben zu erleichtern soll so schnell wie möglich ein Grundstück mit Fussballplatz erstanden werden, auf dem regelmässig trainiert und in näherer Zukunft ein Vereinshaus errichtet werden kann. Auf dieser Sportanlage sind dann regelmässige Treffen, Turniere, Spiele und Veranstaltungen anderer Art geplant.
Die ersten Kontakte zu Personen und öffentlichen Organen im Stadtteil Diadema, die uns bei der Suche nach einem geeigneten Platz behilflich sein werden, bestehen bereits. Momentan trifft sich die Mannschaft Donnerstagabends auf einem angemieteten Kunstrasenplatz einer öffentlichen Sportanlage.
Ab Januar 2003 sollen die Trainigseinheiten auf zwei pro Woche erweiteret werden und Samstags Spiele gegen Firmen- oder Vereinsmannschaften ausgetragen werden.
In dieser Anfangsfase des Vereins stellt die Mannschaft das Zugpferd des Vereins dar. Alle Spieler werden, wenn sie in der Mannschaft spielen wollen, die Vereinsvion übernehmen, d.h. sie müssen sich dessen bewusst sein, dass sie als Spieler dieses Vereins nicht nur in der Mannschft mitspielen, sondern vor allem auch einen Beitrag zum Gelingen des in der Vision beschriebenen Vorhabens beitragen sollten. Neben dem regelmässigen erscheinen bei den Trainigseinheiten wird von ihnen auch erwartet, dass sie sich an den Sozialaktionen, wie z.B. Nahrungsmittel-Verteilen und beteiligen.
Zur Zeit haben 20 Spieler direktes Interesse an dieser Arbeit gezeigt und werden ab Januar dann am regelmässigen Training teilnehmen.

1.3.1 Tournee durch Deutschland

Für den Zeitraum Juli/August 2003 haben wir wieder eine Werbetournee geplant. Wir wollen wie in diesem Jahr wieder Benefizspiele gegen Vereinsmannschaften der vierten und fünften Fussballiga in Deutschland austragen und unsere Idee der Arbeit mit Strassenkindern in SP vorstellen. Auch wollen wir wieder in Schulen Vorträge zur Arbeit unter Strassenkindern halten und wenn gewünscht auch Spiele gegen Schülermannschaften organisieren. Wir wollen die bestehenden Kontakt auffrischen, neue knüpfen und Schulen, Firmen, Kirchen und Kulturvereinen mit einem, hoffentlich abwechslungsreichen Programm, die brasilianische Kultur, unsere Leidenschaft für Fussball und für Gott vermitteln.

1.4 Jugend- und Erwachsenmannschaften

Die am Fussball interessierten Kinder und Jugendliche können sich im Verein melden und werden anschliessend in altersgerechte Mannschaften eingeteilt. In Europa bekannt unter der vereinsinternen Einteilung in F-,E-,D-,C-,B- und A-Jugendmannschaften. Mit einem Mindestalter von 8 Jahren werden die Kinder in die Jugendmannschaften eingegliedert und zunächst einmal dazu angehalten, an den regelmässigen Trainingseinheiten und sonstigen Vereinsaktivitäten teilzunehmen. Den Kindern sollen durch sportliche Aktivitäten andere Perspektiven als der der Medien, der Kriminalität, der Prostitution und des Drogenkonsums vermittelt werden. In den Vereinsräumen können sie ihre Freizeit verbringen und durch kompetente Trainer und Betreuer auf dem Fussballplatz Grundwerte des menschlichen Zusammenlebens erlernen.

1.5 Trainer und Mitarbeiter

Die Mitarbeiter und Trainer werden dazu angeleitet, den Kindern ein auf christlichen Masstäben fundiertes Leben vorzuleben und zu vermitteln. Unsere Intention ist, dass die Kinder schon in sehr frühem Alter biblische Grundprinzipien kennenlernen und diese als Richtlinie für ihr Leben übernehmen. So wollen wir im täglichen Umgang durch Gespräche und durch christliche Andachten vor oder während der Trainingseinheiten immer wieder auf Gottes guten Willen mit ihrem Leben hinweisen. Das Vermitteln der Reglen soll auf eine kind- und jugendgerechte Art geschehen und ständig einer Kontrolle und Verbesserung unterliegen.
Wir sind davon überzeugt, dass viele der sozialen und zwischenmenschlichen Probleme der Gesellschaft auf eine gestörte Gottesbeziehung zurück zuführen sind. Wird diese wieder hergestellt, lösen sich auch viele der Probleme von selbst.

1.6 Räumlichkeiten und Sportanlage

stehen uns, da diese Arbeit von Null an beginnt, zur Zeit erst begrenzt zur Verfügung. Gedacht ist in der Zukunft an ein Sportzentrum mit diversen Sportangeboten. Darunter sollen dann neben dem Fussball auch Volleyball, Basketball, Tennis und andere Sportarten angeboten werden.
Es existieren sehr viele leerstehende Industriehallen in SP, die nach der extrem starken Investition auswertiger Industriebetriebe in den 50er und 60er Jahren in den 90ern wieder verlassen wurden. Diese Industruehallen stehen teilweise frei und werden zum Verkauf oder zur Miete angeboten. Nach diversen Umbauten liesse sich solch eine Halle exzellent in ein Sportzentrum verwandeln, mit dem wir den gewünschten Anforderungen gerecht werden würden. Es ständen uns je nach Grösse der Hallen ausreichende Hallensportplätze, Dusch- und Nebenräume zur Verfügung. Zur Zeit wird diese Idee noch ausreichend geprüft und ausgearbeitet, zumal uns momentan ja auch noch die finanziellen Mittel zum Kauf und Umbau einer solchen Halle fehlen. Ebenfalls ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt auch der passende Ort für solch ein Sportzentrum noch nicht klar. Ein Traum, der sich vielleicht in den nächsten Jahren verwirklichen lässt.
Zur Zeit trifft sich ein Teil der Mannschaft und einige neue Spieler jeden Donnerstagabend auf einem angemieteten Rasenplatz eines Sportzentrums in Diadema. Ab Januar wird uns dann ein Rasenplatz in Diadema zumr Training zur Verfügung stehen. Dort wird dann regelmässiges Training zweimal die Woche stattfinden.

1.2 SPORT- und FUSSBALLSCHULEN in SP

Ein zweiter Teil unser beginnenden Sportarbeit hat zum Ziel, Kontakt mit schon bestehenden Fussballschulen aufzubauen und den Verantwortlichen in ihrem Bemühen um die Kinder zu unterstützen. Zur Zeit bestehen schon Kontakte zu zwei bestehenden und funktionierenden Fussballschulen in Sao Paulo. Konkret sieht das so aus, dass wir diese Schulen besuchen und uns mit ihren Verantwortlichen unterhalten. Durch diese Gespräche wollen wir ihre Intentionen und den Sinn ihrer Arbeit mit den Kindern erfahren und uns dann zunächst im sozialen Bereich engagieren. So z.B. bei einer Schule in einer der Favelas in Diadema.

1.2.1 Fussballschule Jd. Casa Grande Diadema

So hat sich z.B. schon ein guter Kontakt zu einer Fussballschule im Stadtteil Diadema ergeben. Sie liegt mitten in einer Favela auf einem kleinen Berg. Die Schule wird von einem unserer Spieler geleitet, besteht seit 5 Jahren und wird von ca. 250 Kindern besucht. Die Kinder sind in unterschiedliche Altersklassen eingeteilt und nehmen an den regelmässigen Trainingseinheiten Dienstags und Donnerstags jeweils an den Vor- und Nachmittagen teil. Die Kinder stammen alle aus den umliegenden Favelas und gehören teilweise zur untersten sozialen Gesllschaftsschicht. Sie trainieren als eingetragene Spieler in der Schule, spielen in der Juniorenliga Diademas und nehmen an den für ihre Altersklalsse organisierten Turnieren teil. Durch den ersten Kontakt über unseren Spieler Cleber, konnte ein Gespräch mit dem Hauptverantwortlichen für den Sportbereich in Diadema geführt werden. Nach längerem Gespräch und gegenseitigem Kennenlernen hat er uns freien Zugang zur Schule und auch ein Kennenlernen von weiteren 10 Fussballschulen in Diadema zugesagt.
Zunächst wollen wir bei der Ernährung der Kinder mithelfen, d.h., wir werden entweder ein Frühstück vorbereiten, das dann jeweils an den beiden Trainigstagen Dienstags und Donnerstag ausgeteilt wird. Viele Kinder kommen in die Fussballschule, ohne etwas gegessen zu haben. Dadurch können sie keine körperlichen Leistungen bringen und sich nicht dementsprechend weiterentwickeln. Auch besteht die Idee, mit kleinen Lebensmittelrationen den Familien der Kinder zu helfen.

1.2.2 Fussballschule im Stadtteil Congonhas

Ein weiterer Kontakt besteht zu einer kleineren, seit einem halben Jahr bestehenden Fussballschule im Stadtteil Brooklin, einem weiteren Stadtteil von SP, bei der ca. 25 Kinder eingetragen sind. Zwei weitere Arbeiten stehen in den Startlöchern, bei denen aber noch einige Gespräche und Absprachen erfolgen müssen.

Der Kontakt zu den einzelnen Fussballschulen soll in der Weise gefördert werden, dass wir regelmässige Treffen der Verantwortlichen organisieren, Erfahrungen austauschen und gemeinsame Aktionen planen. Dazu hat sich Ende November ein sehr wertvoller Kontakt zu einem brasilianischen Kollegen ergeben, der grosses Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert hat. Er befasste sich schon seit längerem mit der Idee über Sportangebote für Jugendliche Kontakte und Hilfen für auf der Strasse lebende Kinder anzubieten. So hat er ein Sportprogramm begonnen, das die Kinder in der unmittelbaren Umgebung seiner Kirche erreicht. Wie oben schon erwähnt, zaehlt diese kleine Schule 25 Kinder. Sie treffen sich Dienstags- und Donnerstagsnachmittags, spielen Fussball mit den Kindern und bauen zu ihnen und ihren Familien Kontakte auf.

Neugründung von Fussballschulen

In der Anfangsfase der Neugründung weiterer Fussballschulen werden wir versuchen, öffentliche Plätze zu mieten und in der unmittelbaren Umgebung Familien und deren Kinder ansprechen. Als Nachbarschaft für eine Sportschule stellen wir uns kinderreiche Wohnviertel vor, in der wir die entstehende Arbeit bekannt geben wollen und zum Fussballspielen einladen. Zu den interessierten Kindern und Jugendlichen werden wir im Verlauf der folgenden Wochen und Monate die Kontakte vertiefen und auch zu den dazugehörigen Familienangehörigen, bzw. den Eltern und Geschwistern, Beziehungen knüpfen.

Ist die Beziehung zu den Kindern erst einmal hergestellt, wollen wir mit ihnen intensiver ins Gespräch kommen und über schulische und andere alltägliche Probleme sprechen. Für viele Kinder, und das stellt man besonders bei Kindern von kinderreichen Familien fest, wo eine feste Famillienstruktur fehlt, nimmt der Trainer oder Betreuer die Rolle des Vaters ein, der in diesen Familien oft nicht anwesend ist. Er ist entweder nur der Erzeuger des Kindes gewesen und kümmert sich seitdem nicht mehr um das Kind, oder aber er arbeitet den ganzen Tag und findet keine Zeit für die Erziehung der Kinder. In beiden Fallen lässt sich ein eklatantes Defizit in der Charakterbildung der Kinder feststellen. Die Kinder stellen Fragen, die sie eigentlich zu Hause stellen und auch dort beantwortet bekommen müssten. Auch zeigen manche Verhaltensweisen der Kinder Respektlosigkeit und pure Gewalt. Auf der anderen Seite eröffnen diese Fragen auch viele Möglichkeiten mit den Kindern über die Gefahren von Prostitution, Gewalt und zügellosem Drogenkosum zu reden. Vielen Kindern fehlt oft ein männliches Vorbild und nicht selten der Vater, an dem sie sich orientieren sollten. Mit wachsender Vertrautheit lassen sich dann auch ganz persönliche Fragen stellen und auch persönliche Antworten geben.
Da wir ein christlicher Verein mit christlich-biblischen Masstäben sein wollen, wollen wir mit den Kinder sehr oft auch über Gott und sein Angebot einer Lebensveränderung und Lebensperspektive sprechen. Wir nehmen die Bibel als Richtschnur für unser Leben und halten die Kinder dazu an, diese auch fur ihr Leben zu übernehmen.

EINE GEMEINDEGRÜNDUNG IN UNMITTELBARER UMGEBUNG

Die Gemeindegründungsarbeit ist die eigentliche Motivation unserer missionarischen Arbeit in SP. Sie darf nicht als ein Anhängsel der Sportarbeit unter den Kindern und Jugendlichen verstanden werden, sondern als das Hauptziel der Arbeit mit den Menschen.
Die durch den Sport entstandenen Kontakte wollen wir nutzen, um in der zweiten Fase die am Glauben an Gott interessierten Menschen in eine christliche Gemeinschaft aufzunehmen. Die Entstehung einer Kirche im unmittelbaren Umfeld der jeweiligen Sportarbeit oder Fussballschulen wird einen weiterführenden Charakter haben. Der Sport soll die Kinder und Jugendlichen vom Drogenkosum und der Kriminalität abziehen, bietet aber nie die Lösung des Problems. Der Sport kann lediglich als Werkzeug für eine Kontaktaufnahme zu den Kindern gesehen werden. Auch wenn sich durch den Sport viele zwischenmenschliche Verhaltensregeln vermitteln, aber nie das eigentliche sagen, nämlich das jeder Mensch in eine persönliche Beziehung zu Gott zurückfinden muss, wenn er ein sinnvolles, von Gott zu lebzeiten gesegnetes und nach dem Tod ein ewiges Leben haben möchte.
Das genau ist und soll die Arbeit und der Inhalt der christlichen Gemeinschaft sein. Dort soll den Menschen auf lebensnahe, erfrischende und aktuelle Art und Weise von der Liebe Gottes weitergesagt werden. Die Menschen sollen in der neugegründeten Kirche Antwort auf ihre Fragen und Lösungen für ihrere Probleme bekommen. Die Bibel soll als absoluter Masstab aller Aktionen der Gemeinde dienen und die Antwort auf soziale, geistige und geistliche Fragen geben. Wir wollen die Menschen auf ihre unterbrochene Beziehung zu Gott aufmerksam machen und ihnen Hilfen anbieten, wie sie diese wieder in Ordnung bringen können.

HAUSKREISE UND GESPRÄCHSGRUPPEN

Hauskreise und Gesprächsgruppen soll der Anfang einer Gemeinde-gründungsarbeit bilden. Diese Gruppen haben den grossen Vorteil, dass es sich bei ihnen um einen kleinen Kreis von Personen handelt, die sich anfangs noch nicht kennen, aber doch schneller als in einer grösseren Gruppe über persönliche Anliegen sprechen können.

1.1 Der Vorteil einer Kleingruppe für Gott suchende Menschen

Kleingruppen sind in der Lage, auf die Bedürfnisse der Gruppenmitglieder individuell einzugehen. Dabei spielt die Art der Bedürfnisse keine Rolle, seien es persönliche, geistliche, familiäre, berufliche oder zwischenmenschliche. Das Ziel der Kleingruppe ist es, dass Menschen, die bisher möglicherweise noch nie etwas von der Existenz Gottes gehört haben, in einem geschützen Armen alle nur erdenklichen Fragen stellen und diese auch auf der Grundlage der Bibel beantwortet bekommen. Das Ziel dieser Kleingruppe muss sein, dass die Mitglieder der Gruppe, die noch keine persönliche Entscheidung für ein Leben unter Gottes Führung getroffen haben, dieses so schnell, aber auch so klar wie möglich tun. Tiefe zwischenmenschliche Beziehungen gehören zum Menschsein dazu.

Südamerikanische Zauberer am Ball

Ausgabe vom 13. August 2009 Eschweiler. Ob es der Vorsitzende der Sportfreunde Hehlrath, Guido Esser, war, Präses Josef Wienands, Schirmherr Willi Bündgens oder die zahlreichen Zuschauer – alle waren sich einig: Es gab anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Clubs sehenswerten Fußball.
Die Ergebnisse waren dabei völlig uninteressant, obwohl die Gäste aus Kuba und Brasilien ein paar Torschützen mehr mitgebracht hatten. Zunächst traf das Nationalteam Kubas auf die Sportfreunde Hehlrath und besiegte sie mit 6:0 Toren. Dabei hatte der Hehlrather Nico Bebber sogar die Gelegenheit, einen Gegentreffer zu erzielen. Doch der gegnerische Torwart parierte vorzüglich.

Die Temperaturen hielten sich an diesem Tag in einem erträglichen Rahmen. Dennoch gerieten die Hehlrather mächtig ins Schwitzen, als sie erleben durften, dass die Fußballzauberer aus Kuba bestens gelaunt das runde Leder beim Dribbeln und Passgeben regelrecht streichelten. Alles in allem konnten Spielführer Kevin Köcher und die Trainer Wilfried Losowski und Andreas Schüppen mit dem Spielwitz ihrer Hehlrather Mannen dennoch zufrieden sein.

Ob es die Kubaner waren oder die Kicker von Sao Paulo; alle waren sie an diesem Tag am Maxweiher in bester Spiellaune. Die Hehlrather Sportfreunde verloren zwar gegen Kuba, hatten jedoch einige gute Torchancen. Foto: Peter Hartmann

Im Anschluss trafen die gut gelaunten Kicker aus Kuba auf dem Rasen am Maxweiher in einem zweiten 45-Minutenspiel auf die Gäste des 1. KFC Diadema Sao Paulo, die bereits mehrere Male zu Gast in Hehlrath waren. Die großartige Spiellaune der Kubaner hatte allerdings nicht nachgelassen, und so schlugen sie auch die Brasilianer glatt mit 6:1 Toren (dieses Ergebnis stimmt nicht: die zweite Halbzeit endete mit einem 1:1 zw. der kubanischen Nationalmannschaft und dem 1. KFC Sao Paulo – Markus Lienhard/Trainer und Betreuer der Brasilianer).

Südamerikanisches Temperament bot am Abend auch eine bunte Gruppe von brasilianischen Künstlerinnen und Künstlern, die musikalisch und tänzerisch die vielen Gäste begeisterte.

Der Erlös aus dem temperamentvollen Tag wird für den Bau eines neuen Vereinsheims zur Seite gelegt.

Deutschlandreise 2006 zur WELTMEISTERSCHAFT

Auf dem Bild: die Ballzauberer des KFC mit den beiden Capoeiratänzern und dem Ehepaar Markus und Teresa Lienhard! * Der 1. KFC Sao Paulo/Alem-Brasil freut sich auf seine Deutschlandreise 2006 im Jahr der Fußballweltmeisterschaft. Diese ist auch mit ein Grund, dass die Mannschaft bereits Anfang Juni in Deutschland erwartet wird. Inzwischen stehen schon einige Termine für Freundschaftsspiele und brasilianische Fußballschule in der Zeit vom 2. Juni bis zum 31. Juli fest. * Start in Hehlrath – Eschweiler Start der diesjährigen Deutschlandtour